Putzmeister Concrete Pumps GmbH

Was tut Putzmeister gegen den Verschleiß?

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und wo Beton fließt, da kratzen Steine – extra harte Beschichtungen und doppelwandige Förderrohre sorgen dafür, dass sich der Verschleiß im Rahmen hält.
Wo der Beton an Maschinenelementen entlang gleitet, verschleißt das Material – im Betontrichter mit Rohrweiche, am Rührwerk, in der Pumpe und besonders in den Förderleitungen. Deshalb spricht man von Gleitverschleiß.

„Wie viele tausend Kubikmeter hält eure Leitung?“, fragen Kunden häufig. Das kommt darauf an, welcher Beton und wie viel gepumpt wird. Verschleiß hängt vor allem von der Art und Verteilung der Zuschlagstoffe (Sieblinie), dem Anteil des Bindemittels (Zement und/oder Flugasche), dem Verhältnis von Wasser- zu Zementgehalt (W/Z-Faktor) sowie Form, Härte und Porigkeit der Zuschlagstoffe ab. Allein in Deutschland unterscheiden sich die Härtegrade der Zuschlagstoffe je nach Region um den Faktor 15 bis 20. Beim so genannten „Kugellagerbeton“ aus weichem Rundkornkies kann man mit üblichen Rohrleitungen gut 60.000 Kubikmeter Beton pumpen bei einer Fördermenge von 60 bis 70 Kubikmeter pro Stunde. Pumpt man in der gleichen Leitung einen Beton mit extrem hartem, gebrochenem Material, so hält die Betonleitung das nur circa 4.000 Kubikmeter lang durch.

Beispiele für Betonmischungen aus vier Ländern: Zu sehen sind die Sieblinien der Zuschlagstoffe. Je ungünstiger die Sieblinie und je niedriger der Wasser-Zement-Faktor ist, desto höher ist der Verschleiß. Dieser Effekt wird durch die Oberflächenstruktur der Zuschläge noch beeinflusst.Verschleißintensiv oder nicht?

gerundete Kiesel aus Österreich gebrochene Steine aus Indien gebrochene Steine aus Dubai gerundete Kiesel aus der Türkei 

Von links nach rechts: Gerundete Kiesel aus Österreich; gebrochene Steine aus Indien und Dubai; besonders scharfkantig und hart sind die Zuschlagstoffe der Probe aus der Türkei, ganz rechts. Die Zuschlagstoffe unterscheiden sich auch innerhalb eines Landes von Region zu Region.


High-Tech-Metallurgie zähmt den Verschleiß
Um den Gleitverschleiß zu minimieren, setzte Putzmeister schon früh auf speziell gehärtete Förderrohre. Heute gibt es Förderleitungen mit zwei Lagen. Sie bestehen aus einem Außenrohr und einem Innenrohr aus hochverschleißfestem Material.

Gepanzerte Elemente halten länger
Auch die Bauteile der Betonpumpe sind gepanzert: Eine mehrlagige Spezialschicht aus Chrom schützt die Förderzylinder, die besonders verschleißanfällig sind. Damit stellt Putzmeister eine Pumpmenge von mindestens 100.000 Kubikmetern sicher – auch für die aggressivsten Betonmischungen. Die Rohrweiche, in der sich der Querschnitt des Betonstroms verjüngt und in der der Verschleiß besonders hoch ist, besteht aus einem hochverschleißfesten Sondergussstahl oder ist durch hochverschleißfeste Auftragsschweißungen gepanzert.

Daten und Technik machen den Verschleiß kalkulierbar
Um den Verschleiß berechnen zu können, hat Putzmeister eine Datenbank aufgebaut. Sie enthält Informationen über das Verschleißverhalten der Zuschlagstoffe in vielen Regionen der Welt. Da der Verschleiß auch von der Pumpgeschwindigkeit abhängt, misst die Betonpumpe die Hübe pro Betriebszeit und berechnet so die mittlere Pumpleistung. Damit lassen sich zuverlässige Aussagen über die Verschleißfestigkeit der Komponenten treffen – vorausgesetzt, der Kunde pumpt immer Beton mit dem gleichen Verschleißverhalten.

Führend dank geringer Verschleißkosten
Viele Maßnahmen tragen dazu bei, dass Putzmeister Produkte besonders wenig verschleißen. Pro Kubikmeter Beton schlagen die Verschleißkosten mit 40 bis 60 Cent für die Gesamtmaschine zu buche. Manche Kunden unterbieten diesen Wert, indem sie langsamer pumpen. Damit reduzieren sie Verschleiß und Energieverbrauch. Mittlerweile unterstützt die rechnergestützte Betonpumpensteuerung die Betreiber beim verschleißminimierenden Betrieb der Maschinen, zum Beispiel mit der Funktion „Ergonic® Output Control (EOC)“. Dank der Verschleißmessdaten und des Teleservice lässt sich der Verschleiß auch aus der Ferne überwachen. Die Daten zeigen, wenn es Zeit wird, ein Teil zu tauschen. Die Ergonic®-Steuerungssysteme von Putzmeister ermöglichen so eine vorbeugende Wartung.

Zum Beispiel: Hartmetall-Verschleißteile
Die Teile einer Betonpumpe, die in direktem Kontakt mit dem meist stark abrasiven Medium stehen, werden einer Vielzahl von Verschleißbeanspruchungen unterworfen:

- Gleitverschleiß (Abrasion) an beiden Laufflächen der Verschleißteile

- Strahlverschleiß an Außenkanten des Verschleißringes und Innenkanten von Durchgangsöffnungen der Verschleißbrille

- Schlagbeanspruchung an der Trennebene zwischen Verschleißbrille und Verschleißring

- Abrasion infolge Durchströmungan Durchgangsöffnungen von Verschleißbrille und Ring

Hartmetall-Verschleißteile erhöhen die Standzeiten der Betonpumpe
Hartmetall-Verschleißteile bestehen aus einem Grundkörper („Baustahl“) und einer ca. 5 mm dicken Hartmetall-Verschleißschicht. Putzmeister bietet seit ca. 20 Jahren Hartmetall-Verschleißteile an. Aus der langjährigen Erfahrung bei Extremeinsätzen in der Weit- und Hochförderung von Beton (z.B. Burj Khalifa) wurden unterschiedliche Ausführungen von Hartmetall-Verschleißbrillen entwickelt und eingesetzt.

Hartmetall-Verschleißbrille

Hartmetall-Verschleißbrille mit 2- bis 4-facher Standzeit gegenüber DURO 22 (Standard)